Bad Kissingen/Dietmannsried (jm).
Als zentrale Schnittstelle gewinnt der Reinigungsdienst in Einrichtungen des Gesundheitswesens zunehmend mehr an Aufmerksamkeit von Ärzten, Klinikleitungen und der Öffentlichkeit. Dennoch ist hier noch viel Luft nach oben. „Der Reinigungsdienst ist der Grundpfeiler für die Hygiene im Krankenhaus. Das muss noch viel stärker als bisher in den Köpfen ankommen und im Klinikalltag umgesetzt werden.“ Diese Forderung stellte Ludwig Weber, Fachautor und ehemalige Hygienefachkraft beim 3. KDS-Hygieneforum in Bad Kissingen (Bayern). Über 200 Fachleute aus ganz Deutschland, speziell operativ tätige Führungskräfte aus den Bereichen Reinigung und Hauswirtschaft sowie Hygienebeauftragte waren anwesend, um sich weiterzubilden. Sie stellten sich bei der zweitägigen Fortbildungsveranstaltung der KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH mit Sitz in Dietmannsried (Allgäu) einmal mehr den Hygiene-Anforderungen der Zukunft.

Die Spezialisten der KDS sind sich der stetig wachsenden Herausforderungen längst bewusst: „Die Hygiene in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeheimen ist nach wie vor eines der Brennpunktthemen schlechthin. Auch in Zukunft sind wir hier mit neuen Gesetzesverschärfungen konfrontiert. Als Top-Dienstleister im Bereich Reinigung und Desinfektion sind wir deshalb umso mehr mit unserem Know-how gefragt. Die neuen Herausforderungen zu meistern, wird ein hartes Stück Arbeit. Aber genau das ist unser Anspruch“, erklärte Claudia Conrad, Geschäftsführerin der KDS Services für Gesundheit und Pflege GmbH. Mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland war die Fortbildungsveranstaltung bereits zum dritten Mal in Folge komplett ausgebucht.

Wie wichtig das Know-how von Reinigungsdiensten ist, machte auch noch einmal Ludwig Weber in seinem Impulsvortrag klar: „Wenn eine Reinigungsfachkraft nicht weiß, was bei welchem Erreger zu tun ist, geht es nicht nur um einen bloßen Fehler, sondern unter Umständen um Menschenleben. Schulungen und Fortbildungen, wie das KDS-Hygieneforum, sind deshalb das A und O“.

Das findet auch die KDS, die ihr Know-how bis an die Basis, sprich die einzelne Reinigungskraft vor Ort in den Objekten, bringen will. Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung hat der Reinigungsspezialist seine neue mobile Schulungsakademie „KDS on tour“ vorgestellt. Das Konzept wurde gemeinsam mit der Parat GmbH – Institut für Hygiene mit Sitz in Kempten entwickelt. „Wir kommen direkt ins Objekt und arbeiten dort mit den Reinigungskräften ganz individuell und praxisnah. Das heißt konkret: Wir arbeiten mit ihrem Reinigungswagen, ihrem Desinfektionsmittel und passen unser Konzept an die Abläufe im Haus an“, erklärt Anna Hils, Geschäftsführerin der Parat GmbH.

Noch mehr Hygiene-Impulse gab es von Volker Ernst, der das Thema aus der Management-Perspektive betrachtete. In seinem Vortrag „Compliance in der Hygiene“ erklärte der Diplom-Verwaltungsfachwirt (FH) und Diplom-Verwaltungswissenschaftler das Ziel des Compliance-Systems: Nach dem Motto „prevent and detect“ soll eine vorausschauende Fehlerkultur etabliert werden, um so die Hygienequalität in Krankenhäusern und Kliniken nachhaltig zu verbessern.

„Das Thema ‚Compliance in der Hygiene‘ nimmt im Krankenhaussektor gerade richtig Fahrt auf. Denn die Einhaltung der Hygienerichtlinien, die immer strikter werden, ist einer der typischen Brennpunkte im Krankenhaus. Das ist eine Riesenaufgabe – und genau hier kann sich die KDS mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung als kompetenter Beratungspartner für die Krankenhausleitung einbringen“, erklärt Ernst, der über 20 Jahre in unterschiedlichen Führungspositionen kommunaler, privater und freigemeinnütziger Kliniken und Stiftungen tätig war.

Dieses Potenzial sieht auch die KDS-Geschäftsführerin, die sich zum Thema „Compliance“ durchaus zuversichtlich gab: „Wenn ich mir die Herausforderungen in Bezug auf Compliance anschaue, sehe ich schon noch einigen Handlungsbedarf. Ich sehe aber auch, dass wir vieles davon bereits jetzt schon erfüllen“.

Dennoch geht der Trend bei Krankenhäusern und Kliniken gerade hin zur Reinigung in Eigenregie. „Theoretisch ist das auch möglich. In der Praxis klappt es jedoch meistens nicht. Krankenhäuser und Kliniken schaffen es erfahrungsgemäß meist nicht, die Reinigung genau so gut zu machen wie ein externer Dienstleister, wie zum Beispiel die KDS“, betonte Ernst.

Lob gab es auch vom Hygiene-Experte Ludwig Weber: „Seit über 40 Jahren arbeite ich mit den unterschiedlichsten Reinigungsdienstleistern zusammen – von klein bis groß. Aber so einen guten wie die KDS habe ich kein zweites Mal gesehen. Hier wird das Konzept bis zur einzelnen Reinigungsfachkraft fertig gedacht und hört nicht bei der Bereichs- oder Objektleitung auf, wie das bei vielen anderen Dienstleistern oft der Fall ist“.

„Wir müssen nicht die Größten sein – aber die Besten. Wir sind die Spezialisten, wenn es um Krankenhausreinigung geht, hier liegt ganz klar unser Fokus und unsere Expertise“, betonte Ulrich Geiger, Geschäftsführender Gesellschafter der KDS.

Jede Menge Action war wieder in den verschiedenen Workshops des KDS-Hygieneforums geboten. In den beiden Hygiene-Zirkeln standen häufige Hygienefehler sowie nosokomiale Infektionen und deren Übertragungswege im Fokus. Einen Blick über den Tellerrand warfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Praxis-Zirkeln „Motivation im Team“ und „Erfolgreiche Kundenbetreuung“.

Reger Austausch war auch auf dem „Marktplatz“ geboten. Bei der begleitenden Ausstellung präsentierten Hersteller neue und bewährte Produkte für die Reinigungsbranche. Testen und ausprobieren war hier strengstens erlaubt.

Über die KDS Services für Gesundheit und Pflege
Die KDS Services für Gesundheit und Pflege ist eines der führenden Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen. Zu den Kunden zählen Kliniken, Seniorenheime, Reha- und soziale Einrichtungen. Leistungsbereiche des Unternehmens sind Reinigung & Hygiene, Textilservice, Catering sowie Personal und Logistik. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dietmannsried im Allgäu ist deutschlandweit an 20 Standorten vertreten und beschäftigt ca. 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben Eigengesellschaften führt das Unternehmen zusammen mit öffentlichen und privaten Trägern über 50 Servicegesellschaften mit oder ohne Beteiligung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KDS werden in einer eigenen, 2007 gegründeten Schulungsakademie aus- und weitergebildet.

Über das Institut Parat
Die Parat GmbH – Institut für Hygiene mit Sitz in Kempten ist eines der führenden Beratungsunternehmen im Gesundheitswesen. Neben der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften wie zum Beispiel geprüften Desinfektoren, Hygienemanagern, Hygienebeauftragen und HACCP-Managern unterstützt das Institut seine Kunden dabei, die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes im betrieblichen Alltag erfolgreich umzusetzen. Neben der Hygiene sind Arbeitsschutz und Managementsysteme Schwerpunkte des Instituts. Auch berät und unterstützt die Parat GmbH ihre Kunden, um optimal auf Audits vorbereitet zu sein, welche im Rahmen von Zertifizierungsverfahren stattfinden.

Bildunterschrift:
In den praxisorientierten Hygiene-Zirkeln standen häufige Hygienefehler sowie nosokomiale Infektionen und deren Übertragungswege im Fokus. Foto: Ingo Jensen/KD

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