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Mit der ökologischen Reinigung mit Trockendampf kann die Lebensmittelindustrie echte Nachhaltigkeit leben – und Geld sparen

Altenstadt (jm).
Mit einer klaren Botschaft nehmen die Hygieneexperten Robert und Marco Wiedemann aus Altenstadt jetzt die Lebensmittelindustrie in die Pflicht: „Wasser ist das einzige Reinigungsmittel, das Sie brauchen. Für die hygienische Reinigung braucht es keine Chemie“, sagen die beiden Geschäftsführer der beam GmbH aus Altenstadt (Bayern) und werben damit für mehr Nachhaltigkeit im Mittelstand. Durch den Einsatz von HACCP-zertifizierten Dampfsaugsystemen wie den Geräten der Blue-Evolution-Reihe von beam lassen sich industrielle Reinigungsprozesse besonders ökologisch und nachhaltig, aber auch ökonomisch gestalten. Immer mehr Hersteller von Back-, Fleisch- und Wurstwaren, aber auch Molkereien, Süßwarenhersteller wie Confiserien und Konditoreien, setzen daher bereits auf die kraftvolle, aber umweltschonende Art des Reinigens.

„Das Umdenken zur Ökologie muss auch von der Industrie getragen werden. Denn egal in welcher Branche: Der verantwortungsbewusste Verbraucher von heute erwartet auch von einem Nahrungsmittelhersteller ein verantwortungsbewusstes und werteorientiertes Handeln. Das fängt bei der Auswahl der Rohstoffe an, setzt sich über humane Arbeitsbedingungen fort und hört bei der ökologischen Verpackung der Produkte noch lange nicht auf“, sagt Robert Wiedemann. Seit mittlerweile über 30 Jahren entwickeln Wiedemann und sein Familienunternehmen Dampfsaugsysteme mit eigenen Produktserien für den Privathaushalt und die Industrie. Seit die Industrie-Geräte der Blue-Evolution-Serie 2013 eingeführt wurden, sind auch sie der absolute Renner. Sie sind HACCP-zertifiziert, sorgen für eine Keim- und Bakterienreduktion von 99,9 Prozent und sind darüber hinaus absolut wassersparend. Im Vergleich zu herkömmlichen Reinigungsmethoden verringert sich der Wasserverbrauch um über 90 %. Logisch also, dass mit dem zunehmendem Bewusstsein über die immer gravierendere globale Wasserknappheit auch der Bedarf für die Geräte der Profi-Serie noch weiter gestiegen ist.

„Wer als Unternehmer Nachhaltigkeit ernst nimmt, der kommt an der ökonomischen und besonders umweltschonenden Reinigung mit Trockendampf nicht länger vorbei. Klar, man kann auch mit Aufforstungsprojekten oder mit Spenden an Umweltorganisationen seine Öko-Bilanz aufbessern, aber man kann eben auch mit Green Cleaning wirklich aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Und das jeden Tag“, sagt Marco Wiedemann, ebenfalls Geschäftsführer der beam GmbH. Auch diese Botschaft von Wiedemann ist klar: „Green Cleaning ist besser als Green Washing.“

Großes Einsparpotenzial

Das Potenzial für die Reduktion von Chemikalien in Reinigungsprozessen ist in der Tat gewaltig: „Je nach Branche kann man jedes Jahr tausende von Litern an Chemikalien sparen. Das sind tausende von Litern an Tensiden weniger, die unsere Umwelt belasten und natürlich tausende von Tonnen an CO2, die für die Herstellung und den Transport nötig wären“, so Wiedemann und nimmt dabei nicht nur die Nachhaltigkeitsbeauftragten in Unternehmen ins Visier, sondern auch die Controller: „Der Kostenaufwand für chemische Reinigungsmittel und deren Entsorgung ist enorm. Hier bietet die Umstellung auf einen nachhaltigen Reinigungsprozess auch ein großes monetäres Einsparpotenzial.“

Verzicht auf Tenside

In konventionellen Putz- und Waschmitteln werden meist synthetische Tenside verwendet. Diese werden auf Basis der knappen Ressource Erdöl hergestellt. Tenside müssen einer EU-Verordnung zufolge biologisch abbaubar sein. Allerdings gilt ein Tensid bereits als „vollständig biologisch abbaubar“, wenn es nach vier Wochen zu 60 Prozent abgebaut ist. Das bedeutet allerdings: Nach wie vor können erdölbasierte Tenside oder ihre Abbauprodukte über unser Abwasser in die Umwelt gelangen und dort über längere Zeit verbleiben. Für Wasserorganismen können einige der Substanzen gefährlich sein. Für die Gesundheit von Menschen sind Tenside mitunter bedenklich, weil sie Haut und Schleimhäute austrocknen oder reizen können und so anfälliger machen für Allergien und Ausschläge.

Alternativ auf Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen zu setzen, das scheidet für Marco und Robert Wiedemann aus, denn auch diese Reinigungsmittel haben einen negativen ökologischen Impact: „Für die Herstellung von Tensiden auf Palmölbasis werden jedes Jahr vor allem in Südostasien riesige Mengen Regenwald abgeholzt und in Ölpalmen-Monokulturen verwandelt. Dieser Raubbau an der Natur muss gebremst werden“, sagt Marco Wiedemann.

Desinfektion überflüssig

Durch die hygienische Reinigung mit Trockendampf kann nicht nur auf chemische Reinigungsmittel verzichtet werden, sondern auch auf ebenfalls umwelt- und teilweise sogar gesundheitsschädliche Desinfektionsmittel. Desinfektionsmittel enthalten oft Chlorverbindungen, welche die Atemwege reizen können. Weitere Inhaltsstoffe wie Triclosan werden darüber hinaus immer wieder mit hormonellen Wirkungen und Krebs in Verbindung gebracht. Auch andere Inhaltsstoffe wie beispielsweise Isopropanol, Formaldehyd, Ammoniumverbindungen oder Duftstoffe gelten als gesundheitlich bedenklich. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die weitverbreitete Verwendung von antibakteriellen Mitteln zu Resistenzen bei Mikroorganismen führen können. Obwohl in der Kläranlage ein Großteil der Substanzen aus dem Abwasser herausgefiltert wird, kann ein Teil der Desinfektionsmittel in die Umwelt gelangen und ist dort schwer abbaubar.

Wasser: Das nachhaltigste Reinigungsmittel

Für Robert und Marco Wiedemann steht fest: „Wasser ist das nachhaltigste Reinigungsmittel überhaupt. Und auch das effizienteste. Vorausgesetzt, es wird richtig angewandt“. Bei modernen Dampfsaugsystemen wie den Geräten der Blue-Evolution-Reihe wird das Wasser in bis zu 180 Grad heißen Trockendampf umgewandelt und ein Dampfdruck von 10,0 bar erzeugt. Dadurch wird der Wasserverbrauch um über 90 % minimiert, gleichzeitig haben die Geräte genügend Power, um selbst hartnäckigste Verkrustungen zu lösen. Die Blue-Evolution-Geräte arbeiten zusätzlich mit UVC-Licht und wirken so gleich doppelt gegen Keime, Bakterien und Viren. Bei der Reduktion der Keimzahl stehen sie Geräten, die biozide oder chemische Substanzen wie Tenside verwenden, in nichts nach.

Mit ihrem stark reduzierten Wasserverbrauch von nur zwei Litern für knapp 80 m2 Fläche leisten die Dampfsaugsysteme aus Altenstadt außerdem einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Wasserknappheit, eines der größten Probleme unserer Zeit: Trotz des wachsenden Bewusstseins für Klima und Umwelt nimmt der weltweite Wasserverbrauch stetig zu. Wasser wird verschwendet, verschmutzt und sogar privatisiert. „Schon jetzt haben Milliarden von Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, geschweige denn sicheren Sanitäranlagen. Ich möchte mir die Entwicklung der nächsten Jahre gar nicht erst ausmalen, aber Prognosen der UNESCO sprechen eine eindeutige Sprache: Wasser wird in den kommenden Jahrzenten ein immer härter umkämpfter Rohstoff werden. Es ist unsere Lebensgrundlage Nummer Eins, und doch nehmen wir es zu selbstverständlich“, so Robert Wiedemann.

Begeisterte Anwender

Die Anwender sind begeistert und gerade in der Lebensmittelindustrie sorgen die Dampfsaugsysteme von beam für eine Höchstmaß an Hygiene. So auch bei der Confiserie Rau im Landkreis Neu-Ulm: „Wir sind zertifizierter Bio-Lebensmittelproduzent und müssen unsere gluten- und laktosefreien Produkte vor der Kontamination mit Allergenen schützen. Das bedeutet, dass wir nach der Verarbeitung von herkömmlichen Cerealien und Schokolade jedes Mal die Förderbänder und Maschinen von allen Rückständen befreien müssen. Mit dem Blue Evolution XL+ von beam klappt das hervorragend“, sagt Geschäftsführer Christopher Rau. Sein Unternehmen ist nach dem IFS Food-Standard (International Featured Standard) in der höchsten Kategorie „Higher Level“ zertifiziert und verarbeitet jährlich bis zu 400 Tonnen Schokolade. Die Confiserie Rau hat sich auf die Produktion von biologischen sowie gluten- und laktosefreien schokolierten Früchten und Cerealien spezialisiert.

Wie Christopher Rau, so setzt auch Alexander Keck, Produktionsleiter der Trüffelmanufaktur Göschle in Offingen (Bayern), auf Nachhaltigkeit im Reinigungsprozess: „Wir arbeiten nur mit Firmen zusammen, die für dieselben Werte eintreten wie wir. Deshalb haben wir uns auch beim Thema Reinigung ganz bewusst für das ,Green Cleaning‘-Konzept von beam entschieden. Hier stimmt nicht nur der ökologische Ansatz, sondern hier stimmen auch die Leistung und der Service“, erklärt Keck. Die Trüffelmanufaktur Göschle stellt hochwertige Trüffelbutter, Trüffelkäse und alles rund um das Thema Trüffel her. Dabei legen Alexander Keck und sein Team besonders Wert auf naturbelassene Ware und ein nachhaltiges Produktionsumfeld.

Keine Chemie mehr nötig

„Es freut mich sehr, dass unser nachhaltiger „Green Cleaning“-Ansatz so gut ankommt. Denn mit der Umstellung des Reinigungsprozesses können Unternehmen zeigen, dass Ihnen Nachhaltigkeit wirklich wichtig ist“, sagt Robert Wiedemann. Dieses Verantwortungsbewusstsein wird sich positiv auf Nachhaltigkeit auf Geschäftsprozesse und Konsumverhalten auswirken, wie gleich mehrere aktuelle Studien zeigen. Das Beratungsunternehmen Deloitte hat in seiner Studie „Nachhaltigkeit als Wertetreiber“ herausgefunden, dass zwei Drittel der deutschen Verbraucher bereit sind, mehr Geld für nachhaltige Produkte auszugeben. Laut der Untersuchung „Trends und Nachhaltigkeit im Einkauf“ von Wucato und dem Marktforschungsunternehmen Skopos gaben 81 % der Befragten an, in den Beschaffungsprozessen an Nachhaltigkeitszielen zu arbeiten. Das ist eine Steigerung von 30 % gegenüber der Befragung 2021.

Aktuelle Informationen im Internet unter www.beam.de.

Autor: Ingo Jensen

Bildunterschrift:
Wasser sparen und trotzdem auf toxische Reinigungsmittel verzichten. Eine zeitgemäße Herausforderung, der sich Marco Wiedemann mit beam annimmt. Foto: Obermayer / beam GmbH

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