Auf Hochtouren laufen derzeit die Bauarbeiten für das Neubauprojekt
„Wohnen an der Brenz“ auf dem ehemaligen AWG-Areal in Giengen. Mit bis
zu 18 Mann und drei Betonmischern gibt das von der Kreisbaugesellschaft
Heidenheim beauftragte Bauunternehmen derzeit auf der Baustelle in der
Lederstraße Gas. Ausgerechnet die hochsommerlichen Temperaturen brachten
zuletzt allerdings den Zeitplan durcheinander. Sowohl Temperaturen von
bis zu 34 Grad Celsius als auch darauf folgender Regen sorgten dafür,
dass die sensiblen Betonarbeiten mehrere Tage verschoben werden mussten.

„Das perfekte Badewetter war für uns nicht wirklich perfekt. Denn ab
Außentemperaturen von 29 Grad können weder der Generalunternehmer noch
die ausführende Firma die Gewährleistung für die Betonarbeiten
übernehmen. Aus diesem Grund sind wir ca. eine Woche in Verzug. Wir
mussten das Betonieren der Bodenplatte der Tiefgarage für unseren ersten
Bauabschnitt gleich mehrmals verschieben“, erklärt
Kreisbau-Geschäftsführer Wilfried Haut. Mitte der Woche war es
allerdings soweit und die Langenauer Firma Haide konnte die bis zu 48 cm
dicke Bodenplatte fertig stellen.

Gerade die Tiefbauarbeiten sind beim AWG-Projekt besonders sensibel.
„Aufgrund der Nähe zur Brenz müssen wir für die Tiefgarage und die
Unterkellerung der Häuser einen besonders dichten Spezialbeton verwenden
und natürlich darf man auch bei der Verarbeitung keine Kompromisse
eingehen“, erklärt Haut.

Die Woche Zeitverlust bereitet dem Kreisbauchef kein Kopfzerbrechen.
„Den leichten Verzug können wir mit einem strammen Zeitplan leicht
wieder aufholen. Solche Verzögerungen sind bei einem Projekt dieser
Größenordnung nicht ungewöhnlich.“

Mit dem bisherigen Fortschritt des Bauvorhabens zeigt sich Haut sehr
zufrieden: „Die ersten zwei von insgesamt 17 Millionen Euro sind bereits
verbaut. Allein 500.000 Euro entfallen auf die Gründung. Bis nach
Weihnachten wollen wir den Rohbau des ersten Bauabschnitts abschließen
und im neuen Jahr mit dem Innenausbau beginnen.“ Dieser soll dann Platz
für 18 Wohneinheiten bieten. Dabei werde der Mietpreis zwischen 8,50 bis
9,00 Euro je Quadratmeter liegen.

Im Jahr 2019 soll das Großprojekt „Wohnen an der Brenz“ dann laut
Planung der Kreisbau komplett abgeschlossen sein. Die Anlage wird
sukzessive in vier Bauabschnitten wachsen, sodass die Kreisbau am Ende
in neun Einzelhäusern bis zu 73 Wohneinheiten vermieten kann. Dort will
Wilfried Haut nicht nur großzügig geschnittenen Wohnraum anbieten,
sondern auch ausreichend Parkflächen. „Im ersten Bauabschnitt
realisieren wir eine Tiefgarage mit mehr Parkplätzen als Wohnungen.
Heute haben ja viele einen Zweit- oder sogar Drittwagen, das haben wir
bereits bei der Planung berücksichtigt“, so Haut. Auch Parkplätze mit
Ladestationen für Elektrofahrzeuge wird die Kreisbau anbieten.

Der besondere Dank des Kreisbau-Chefs gilt den Anwohnern des ehemaligen
AWG-Areals: „Gerade das Einbringen von ca. 180 Stahlpfählen fürs
Fundament hat zuletzt ganz schön Krach gemacht.“ Bei diesem Verfahren
werden eiserne Pfähle regelrecht in den Boden gerammt, die dann mit
Beton gefüllt werden. Weitere Beton-Bauarbeiten machten eine
Vollsperrung der Lederstraße notwendig, die aber inzwischen wieder
aufgehoben wurde. Trotz der Unannehmlichkeiten, habe sich aber keiner
der Nachbarn beschwert. Haut weiter: „Das ist natürlich schon toll und
wir wissen das echt zu schätzen. Besten Dank!“

Laut Oberbürgermeister Gerrit Elser profitiere am Ende die ganze
Innenstadt vom verschönerten Stadtbild: „Das Bauprojekt ,Wohnen an der
Brenz‘ eröffnet Giengen eine städteplanerische Jahrhundert-Chance.“ Die
neue Anlage öffnet die Kernstadt zum Fluss hin und integriert so die
Brenz besser ins Stadtbild. Die unschöne Industrie-Brache, die das
AWG-Areal zuletzt darstellte, soll damit vergessen gemacht werden.

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