Memmingen/Klosterbeuren (jm).
Die Memminger Stadthalle wird wieder zum Hotspot der Baubranche, wenn sich am 5. Februar Architekten und Planer, Bauunternehmer, Handwerker und Baustofffachhändler beim Mauerwerkstag 2020 weiterbilden. Veranstalter sind die Ziegelwerke Klosterbeuren, Bellenberg sowie Hörl & Hartmann (Dachau) und die Südwest Ziegel GmbH. Zahlreiche renommierte Experten klären in ihren Fachvorträgen über die Neuerungen in Bezug auf das Gebäudeenergiegesetz (GEG), die CO2-Bepreisung sowie Regelungen rund um die Gebäudeplanung auf und geben Tipps für deren praktische Umsetzung. Der Mauerwerkstag zählt zu den bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen der Baubranche in Süddeutschland. Die Anmeldung ist für das Fachpublikum noch unter www.mauerwerkstag.info möglich.

„Die Stichworte Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind in den vergangenen Jahren gerade auch in der Baubranche immer bedeutender geworden. Damit sind auch neue Technologien und Normen verbunden. Wichtig ist, dass Architekten, Planer, Bauunternehmer und Handwerker nicht den Überblick verlieren, sondern die neuen Regelungen von Anfang
an erfolgreich umsetzen können. Hierfür bietet der Mauerwerkstag den nötigen theoretischen Input. Durch unsere Expertenvorträge können die Teilnehmer top-informiert ins neue Jahr und die moderne Zukunft des Mauerwerksbaus starten“, erklärt Thomas Thater, kaufmännischer Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren.

Ab 9 Uhr beginnen die Vorträge, zu Beginn informiert Diplom-Ingenieur Stefan Horschler über die Auswirkungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) auf den baulichen Wärmeschutz. Der Architekt und Wärmeschutzberater geht außerdem auf die Nachweisführung zur Energieeinsparverordnung (EnEV) ein. Hierbei beleuchtet er sowohl die aktuellen konstruktiven Themenfelder wie den neuen Wärmebrücken-Katalog und dessen Umsetzung sowie die perspektivischen Auswirkungen des GEG auf Entwurf und Planung.

Klare Abgrenzung der Begriffe

Im Anschluss beschäftigt sich Diplom-Ingenieur Hans R. Peters, Vorstandsvorsitzender des Instituts Bauern und Umwelt e.V., mit den beiden gesellschaftlich relevanten Entwicklungszielen der Ökologie und Nachhaltigkeit. „Beides sind große Begriffe in der modernen Baubranche von heute, sie sind jedoch keinesfalls gleichzusetzen“, so Peters, der Klarheit über Hintergründe und Ziele schaffen will und die dadurch entstehenden Auswirkungen auf den Wohnungsbau aufzeigt.

Wie bedeutend der Geschosswohnungsbau mit Mauerwerk inzwischen geworden ist, das zeigt Prof. Dr.-Ingenieur Detleff Schermer: Er klärt auf, wie hochwärmedämmende Mauerziegel sogar für den Hochhausbau zu nutzen sind, und welche Änderungen der Erdbeben-Normung hierfür notwendig sind. Mit innovativen Lösungsmöglichkeiten beschäftigt sich auch Prof. Dr. h.c. Gerhard Hausladen: Er stellt zukunftsfähige, energieeffiziente Heizungstechniken vor. Ebenso zeigt er die Auswirkungen der CO2-Steuer auf die Heizungstechnik auf.

Das aktuelle Baurecht

Abschließend klärt Prof. Jürgen Ulrich, ehemals Vorsitzender Richter am Landgericht in Dortmund, über neue Gesetze und Urteile im Baurecht auf und zeigt, wie Bauunternehmer Prozesse vermeiden können. Um das Angebot abzurunden, stellt Werner Holfeld neue Technologien und Produkte rund um das Thema „Modernes Bauen mit Ziegeln“ vor.

Begleitende Ausstellung

Erneut werden beim Mauerwerkstag 2020 in der Memminger Stadthalle neben den veranstaltenden Ziegelherstellern auch eine Vielzahl führender Hersteller aus der Bauindustrie anwesend sein, um den Besuchern die neuesten und innovativen Produkte vorzustellen. „Der Klimaschutz liegt mir persönlich sehr am Herzen. Deshalb finde ich es schön zu sehen, wie
viele innovative Produkte es mittlerweile gibt. Für Bauunternehmer kann die Vielfalt an neuen Technologien jedoch manchmal erdrückend sein. Da ist es natürlich toll, wenn die Teilnehmer direkt hier vor Ort von innovativen Produkten erfahren. Somit können sie sich persönlich mit den Herstellern austauschen und bekommen zusätzliche Informationen direkt aus erster Hand“, sagt Matthias Hörl, Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren.

Aufgrund der hohen Qualität und der fachlichen Neutralität haben die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, die Architektenkammer Baden-Württemberg sowie die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) den Mauerwerkstag als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau können sich Besucher acht Zeiteinheiten anrechnen lassen. Für die Eintragung beziehungsweise Verlängerung des Eintrages in der Energieeffizienz-Expertenliste werden von der dena ebenfalls Unterrichtseinheiten anerkannt. Architekten und Architekten im Praktikum können sich außerdem vier Fortbildungsstunden von der Architektenkammer Baden-Württemberg anrechnen lassen.

Weitere Informationen und Anmeldung:
Interessenten können sich im Internet unter www.mauerwerkstag.info für den Mauerwerkstag 2019 in Memmingen anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 95 Euro pro Person. Seminarunterlagen sowie Speisen und Getränke sind in diesem Preis enthalten.

Bildunterschrift:

Diplom-Ingenieur Stefan Horschler spricht in Memmingen über die Auswirkungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) auf den baulichen Wärmeschutz. Foto: Ingo Jensen/Ziegelwerk Klosterbeuren

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