Wiener Neustadt (jm).
Wer seine Schmerzen in den Griff bekommen will, muss nichts weniger tun, als sein Leben zu ändern. Das hört sich groß und irgendwie unmöglich an – ist es aber nicht! In ihrem zweiten Buch „Geschafft: Wie du dein Leben nachhaltig änderst“ (tredition Verlag) zeigt die Physiotherapeutin Tamara Haas aus Österreich, wie ein Alltag mit weniger Schmerzen gelingen kann. Das Buch versteht sich als Nachfolger zu ihrem Debüt „Geheilt: Wie du deine Krankheiten selbst umprogrammierst“ und ist eine praktische Anleitung für Patientinnen und Patienten, die ihr Leben Schritt für Schritt umkrempeln wollen. Wie in ihrem ersten Buch steht auch beim Nachfolger eine ganzheitliche Betrachtung des Körpers im Fokus – für eine nachhaltige Lösung der Schmerzen und Probleme. Mit dem Buch „Geschafft“ helfen Leserinnen und Leser aber nicht nur sich selbst, sondern auch Menschen mit Behinderung. Denn für jedes verkaufte Exemplar spendet die Autorin Tamara Haas an die Initiative „Lebensraum“ in Bad Fischau-Brunn, Niederösterreich.

„In meinem ersten Buch haben die Leserinnen und Leser erfahren, welche Faktoren im Alltag bei ihnen Schmerzen auslösen. Jetzt zeige ich ihnen, was sie konkret tun können, um die Schmerzfaktoren zu umgehen und im Idealfall ganz aus ihrem Leben zu streichen“, erklärt Tamara Haas. Die Physiotherapeutin mit eigener Praxis in Wiener Neustadt bietet mit ihrer ganzheitlichen Betrachtung des Körpers der klassischen medizinischen Auffassung in Österreich die Stirn. Haas ist überzeugt, dass jeder Mensch seine Schmerzen und Krankheiten selbst heilen kann, wenn er oder sie weiß, wie.

In ihrem Nachfolgebuch „Geschafft: Wie du dein Leben nachhaltig änderst“ stellt die Autorin auf insgesamt 224 Seiten vielfältige Strategien und Übungen vor, um schmerzauslösenden Ursachen auf den Grund zu gehen und diese zu bewältigen. Die praktischen Übungen und Strategien sind dabei auf die unterschiedlichsten Themenbereiche wie Beruf und Familie anwendbar. Sie sollen zum Nachmachen anregen und die Leserinnen und Leser animieren, selbst aktiv zu werden.

Schmerz: Die Psyche spielt immer mit

Schritt eins aller Veränderung ist, sich seine eigene Ist-Situation genau anzusehen und zu bewerten. Hierfür arbeitet die Autorin zum Beispiel mit so genannten „Schmerz-“ und „Sorgenlisten“, die jede Leserin und jeder Leser individuell für sich erstellt. „Es ist wichtig, hier in zwei Dimensionen zu denken, um die Körper- und Kopfthemen miteinander in Verbindung zu bringen. Denn alle Schmerzen, Krankheiten und körperlichen Symptome lassen sich der Psyche zuordnen“, verdeutlicht Tamara Haas.

Im zweiten Schritt geht es darum, mit Themen, die einem Schmerzen und Sorgen bereiten, umzugehen. Eine „Erste Hilfe“ kann sein, zu versuchen, den Problemen und Stressfaktoren im Alltag aus dem Weg zu gehen. Das ist in der Regel leicht umzusetzen, aber der Konflikt mit dem Thema bleibt. Nachhaltiger wird’s, wenn das Unterbewusstsein bei dem betreffenden Thema überhaupt keinen Alarm mehr schlägt. „Das sollte der eigentliche Grundgedanke sein“, betont die Autorin. Das Problemthema inhaltlich zu lösen, bedeutet, sich seine Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven anzusehen und zu bewerten.

Auf das Ziel kommt es an

Wer sein Leben nachhaltig ändern will, braucht vor allem ein festes Ziel. Laut Tamara Hass am besten mit allen Details. Denn nur so entstünden Bilder im Kopf. Sie erklärt Lesern und Leserinnen auch, wie wichtig es ist, Ziele positiv zu formulieren. „Wenn ich sage: Denke nicht an einen Elefanten, entsteht im Kopf trotzdem das Bild eines Elefanten. Das gleiche passiert, wenn ich sage: Ich will keine Schmerzen mehr haben. Welches Bild entsteht dann im Kopf? Klar, das von Schmerz. Also sage ich stattdessen besser: Ich will im Sommer zwei Tage wandern gehen. Das beinhaltet gleichzeitig, dass man dann so gut wie schmerzfrei sein sollte, sonst wird man sich die Wanderung ja nicht antun“, erklärt die Physiotherapeutin.

Vom Horror- zum Traumszenario

Zusammen mit dem Ziel, braucht es dann noch ein starkes „Warum“ für eine nachhaltige Veränderung im Leben. Das „Warum“ ist der Motor, der einen im Veränderungsprozess antreibt und auch in schwierigen Phasen durchhalten lässt. Aber wie findet jeder dieses „Warum“?: „Das geht nur über Emotion“, sagt Tamara Haas. „Am besten funktioniert das, indem man sich zwei sehr starke Szenarien vorstellt: das Horrorszenario und das Traumszenario. Das Horrorszenario platzieren wir ganz links an einer Linie, das Traumszenario rechts. Jeden Tag hat man jetzt selbst die Entscheidung, ob man in dem, was man tut, einen Schritt weiter nach links oder einen nach rechts, auf sein Traumszenario, zugehen will“.

Dass Schmerzen auch eine Chance dafür sein können, sein Leben im positiven Sinn zu verändern, dafür ist die Österreicherin der beste Beweis. Denn vor ihrem Physiotherapie-Studium kannte sie Schmerzen nur zu gut, allerdings als Patientin. Nach einem Skiunfall mit 14 Jahren wurde ihr gesagt, sie könnte ihr Knie nicht mehr bewegen. Mit starkem Asthma und nur 70 Prozent Lungenfunktion könnte sie niemals laufen. „Von den Ärzten hieß es immer nur: Du kannst nicht, du darfst nicht. Und ich habe mir gedacht: Das werden wir mal sehen, ob das geht oder nicht. Heute kann ich 15 Kilometer joggen – ohne Probleme. Ich bin mit 40 so fit wie ich es mit 20 nie war“, freut sich Tamara Haas. Deshalb hat sie auch ihr gesamtes Studium der Physiotherapie immer wieder aus der Sicht der Patientin hinterfragt.

Für jedes verkaufte Exemplar von „Geschafft: Wie du dein Leben nachhaltig änderst“ gehen zehn Prozent des Buchpreises an „Lebensraum“, eine Initiative für Menschen mit Behinderung in Bad Fischau-Brunn, Niederösterreich.

Über Tamara Haas:
Tamara Haas ist Physiotherapeutin, Sportphysiotherapeutin und Heilmasseurin mit jahrelanger Berufserfahrung in Sport und Therapie. Sie betreibt eine eigene Praxis für Physiotherapie in der Wiener Neustadt. Seit diesem Sommer hält sie zudem Vorträge für das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum e.V. (BBRZ) in Österreich.
„Geschafft: Wie du dein Leben nachhaltig änderst“ ist ihr zweites Buch und ist 2019 im tredition Verlag erschienen. ISBN 978-3-7497-1126-0

Bildunterschrift:
Als Physiotherapeutin mit eigener Praxis setzt Tamara Haas auf eine ganzheitliche Betrachtung des Körpers. Foto: Carina Walter Fotografie

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