Österreichische Banken legen an Markenwert und -stärke zu; deutsche Banken landen im Markenwerte-Mittelfeld
London/Hamburg (jm).
Schweizer Banken zeigen Standfestigkeit: UBS und Credit Suisse gehören zu den 50 wertvollsten Bankenmarken der Welt. Das ergab der Report „Brand Finance Banking 500 2022“, der jährlich die 500 wertvollsten und stärksten Bankenmarken ermittelt. Damit landet die Schweiz auf Platz zehn in puncto Markenwert nach Ländern. Deutsche Banken liegen überwiegend im Mittelfeld des weltweit angelegten Rankings. Allein die Deutsche Bank schafft es mit Platz 79 unter die Top 100 und behauptet sich als wertvollste deutsche Bankenmarke. Österreichische Bankenmarken ziehen hingegen deutlich an: Erste Group schafft mit Platz 91 den Sprung in die Top 100 und macht im Vergleich zum Vorjahr elf Plätze gut. Der Shootingstar aus Österreich heißt BAWAG P.S.K, die in ihrem Markenwert um 40 % gewachsen ist (im Vergleich zu 2021). Sie kletterte im Ranking 46 Plätze nach oben, auf Platz 259, die größte Steigerung aller DACH Bankenmarken. China, USA und Canada führen das globale Bankenranking an. Den Report zum Download und weitere Informationen gibt es unter: https://brandirectory.com/banking
Brand Finance ist ein weltweit marktführendes unabhängiges Beratungsunternehmen für Markenbewertung und Markenanalyse mit Hauptsitz in London. Im Report „Brand Finance Banking 500“ ermittelt es jedes Jahr die weltweit 500 wertvollsten Bankenmarken. Vor allem zwei Kennzahlen sind dafür entscheidend: die Markenstärke (Brand Strength) und der Markenwert (Brand Value). Die Markenstärke trifft eine nicht-finanzielle bzw. nicht-monetäre Aussage über die Bedeutung der Marke gegenüber wichtigen Interessensgruppen sowie die Wirksamkeit im konkreten Wettbewerbskontext. Der Markenwert hingegen trifft eine ökonomische Aussage über den monetären Wert einer Marke, auch unter Einbezug strategischer Geschäftsziele und Börsenberichte.
Schweizer Banken behaupten sich
Schweizer Bankenmarken führen die DACH-Nationen an und behaupten sich im Ranking „Brand Finance Banking 500 2022“. Mit UBS (Platz 36) und Credit Suisse (Platz 49) liegen zwei Schweizer Bankinstitute in den Top 50. Zwar büßen beiden jeweils zwei Plätze im Ranking ein, können aber weiterhin hohe Markenwerte behaupten: UBS hat einen Markenwert von 9,5 Milliarden US-Dollar, die Banenkmarke Credit Suisse ist 6,7 Milliarden US-Dollar wert. Pictet ist der Senkrechtstarter aus der Schweiz. Das Investmenthaus hat im Vergleich zum Vorjahr im Markenwert um 45 % zugelegt und in der Markenstärke um 19,5 Punkte. Damit macht Pictet 39 Plätze im Ranking gut und landet auf Platz 197. Die Schweiz rangiert auf Platz zehn der Länder mit den wertvollsten Bankenmarken.
Österreichische Banken ziehen an
Mit der Erste Group (Platz 91) schafft es eine österreichische Bankenmarke in die Top 100 des Rankings „Brand Finance Banking 500 2022“. Die Erste Group ist in ihrem Markenwert um 26 % und in ihrer Markenstärke um stolze 22,4 Punkte gewachsen, im Vergleich zum Vorjahr. Auch andere österreichische Bankenmarken ziehen an – allen voran BAWAG P.S.K. Mit einem Zuwachs von 40 % im Markenwert und 10,6 Punkten in der Markenstärke macht BAWAG P.S.K im Vergleich zum Vorjahresranking 46 Plätze gut und landet auf Platz 259. Auch Bank Austria (Platz 258) und Raffeisen Bank International (Platz 119) zeigen eine gute Performance. Lediglich die Oberbank AG rutscht im Ranking ab: von Platz 429 auf 455 und büßt auch im Markenwert 8 % im Vergleich zum Vorjahr ein. In puncto Markenwert nach Ländern belegt Österreich Platz 27.
Deutsche Bank ist wertvollste deutsche Bankenmarke
Die Deutsche Bank bleibt stabil auf Platz 79 mit einem leichten Zuwachs im Markenwert um 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Sie ist damit die einzige deutsche Bankenmarke in den Top 100 der „Brand Finance Banking 500 2022“. Alle anderen deutschen Banken wachsen zwar leicht im Markenwert mit, liegen aber überwiegend im Mittelfeld, wie DZ Bank (Platz 128), Commerzbank (Platz 151) und Hypovereinsbank (Platz 198). Ranking-Newcomer Hamburg Commercial Bank (Platz 496) verzeichnet mit 30 % den größten Anstieg im Markenwert aller deutschen Bankenmarken im Vergleich zum Vorjahr. Gefolgt von der Apo Bank (Platz 373) mit 23 % und der Landesbank Baden-Württemberg (Platz 227) mit 22 %. Mit der Performance seiner Bankenmarken rutscht Deutschland auf Platz 20 im Länder-Ranking ab.
Chinesische Bankenmarken sind die globalen Big Player
Chinesische Banken machen mit einem Gesamtwert von 454 Milliarden US-Dollar ein Drittel des gesamten Markenwerts im Report „Brand Finance Banking 500 2022“ aus. Chinas größte Bank ICBC behält den Titel der wertvollsten Bankenmarke der Welt, gefolgt von der China Construction Bank (Platz zwei) und der Agricultural Bank of China (Platz drei). China ist damit an der Spitze der Länder mit den wertvollsten und stärksten Bankenmarken, gefolgt von USA auf Platz zwei und Canada auf Platz drei.
Link zum Download des Reports „Brand Finance Banking 500 2022“: https://brandirectory.com/banking
Bildunterschrift:
Die zehn wertvollsten Bankenmarken der Welt. Quelle: Brand Finance Banking 500 2022