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Günzburger Steigtechnik schreibt SchifffahrtsgeschichteSchwebende Arbeitsbühne aus Bayern ermöglicht Restauration der Bremer Kogge von 1380 Mit Hilfe modernster Steigtechnik aus Günzburg wird die glorreiche Hansezeit wieder real: Beim letzten Akt der über 35-jährigen Restaurierung der aus dem Jahr 1380 stammenden Bremer Kogge, dem bedeutendsten Schiff der Hansekaufleute im Mittelalter, setzt das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven auf das Know-how der Steigtechnik-Spezialisten aus Bayern. Auf einer schwebend aufgehängten, elektrisch verstellbaren Arbeitsplattform können bis zu zwei Personen gleichzeitig die kniffligen Arbeiten verrichten, ohne die empfindlichen Holzplanken des denkmalgeschützten Kolosses zu betreten. Von der Seite können die Restauratoren außerdem über eine Plattformtreppe mit abklappbarer Zugbrücke aus Günzburg in den Arbeitskorb der Bühne einsteigen. „Die Bremer Kogge ist der Schatz und die Attraktion schlechthin in unserem Museum. Die Live-Restaurierung des Wracks ist Bestandteil der Ausstellung und kommt bei den Besuchern hervorragend an. Über die abgehängte Plattform können sich unsere Mitarbeiter von oben herab auf bis zu 50 Zentimeter über den Boden herunterlassen und quasi überall dort hin ,schweben‘, wo sie hin wollen. So können wir effektiv arbeiten, ohne die Schiffsplanken in Mitleidenschaft zu ziehen. Selbst bei einer Berührung mit ganz normalen Schuhen würde das Holz schnell kaputt gehen. Und das können wir natürlich nicht riskieren“, sagt Jörg Geier, technischer Leiter des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Auch die zum Teil sieben Meter hohen Bordwände sind laut Geier leicht zu erreichen. „Wir brauchen keine Gerüste mehr und haben so ein freies Arbeitsfeld. Darüber sind wir echt happy.“
Die insgesamt neun Meter hohe und 2,90 Meter lange Aluminium-Sonderkonstruktion aus Günzburg besteht aus einer Plattform, die über Hubspindeln elektromotorisch höhenverstellbar und verschiebbar ist. Besonders praktisch: Die Restauratoren in Bremerhaven können in senkrechter Höhe zwischen 0,50 Meter bis vier Meter jeden Punkt exakt ansteuern. „Die Traglast von 250 kg ist für unsere Restaurationsarbeiten optimal. Außerdem ist genügend Platz, und so können zwei Personen gleichzeitig mehrere Arbeiten ausführen. Das spart natürlich enorm Zeit“, so Geier. Der Einstieg in der Arbeitskorb erfolgt ganz bequem seitlich von außen über die Bordwände der Kogge hinweg. Möglich macht es eine über 2,60 Meter hohe Aluminium-Plattformtreppe, die ebenfalls von der Günzburger Steigtechnik geliefert wurde. Das Besondere an der Treppe: Die Plattform kann wie eine Zugbrücke mit Hilfe einer Kurbel nach oben geklappt werden, damit innen an der Seitenwand des Schiffes ungestört gearbeitet werden kann. Die Bremer Kogge ist 23,27 m lang, 7,62 m breit und bis zur Winde auf dem Kastelldeck 7,02 m hoch. Der geräumige Rumpf der Kogge aus enorm breiten Planken fasst etwa 160 Kubikmeter. Die Bremer Kogge ist das vollständigste Koggen-Wrack der Welt und die einzige Kogge überhaupt, die in einem Museum besichtigt werden kann. Bereits seit dem ersten Handgriff der Restaurierung können die zahlreichen Besucher der Instandsetzung des bedeutendsten Schiffs der Mittelalterflotte beiwohnen. Dank der neuen Aluminium-Sonderkonstruktion und der Plattformtreppe der Günzburger Steigtechnik GmbH ist die Wiederherstellung des Schiffs derzeit spektakulärer als je zuvor. „Die ganze Welt sieht bei uns Tag für Tag das Know-how der Günzburger Steigtechnik, es ist direkt zum Anfassen. Da kommt es öfter mal zu Gesprächen zwischen den Arbeitern und begeisterten Besuchern“, sagt Geier. Der letzte Akt der über drei Jahrzehnte dauernden Restaurierung soll mit Hilfe moderner Steigtechnik in zwei Jahren abgeschlossen sein. „Für uns ist es natürlich toll, bei so einem prestigeträchtigen und bislang einmaligen Projekt hautnah mit eingespannt zu sein. Mit unserer Spezial-Plattform stellen wir sicher, dass zig Tausende Menschen die Geschichte der Hanseschifffahrt fast live nachvollziehen können. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum setzt mit der Plattform, zusätzlich zu den Gerüsten und Leitern, weiterhin auf die Qualität und die Erfahrung unseres Unternehmens, das freut uns sehr“, sagt Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik GmbH. Der Steigtechnikspezialist aus Bayern zählt europaweit zu den innovativsten und erfolgreichsten Anbietern von Spezial-Konstruktionen. Sicherheit spielt bei der Günzburger Steigtechnik GmbH immer eine große Rolle. So wurde die Plattform aus massiven Einfassungsprofilen gefertigt, der rutschhemmende Plattformbelag gleich eingearbeitet. Zudem ist bei dem umlaufenden Geländer der Arbeitsplattform im Bereich des Einstiegs eine selbstschließende Sicherungstüre an beiden Stirnseiten angebracht. Das Koggen-Projekt wird über das Kompetenzzentrum für Steigtechnik der Günzburger-Steigtechnik GmbH, Hans Kiesling GmbH & Co. KG in Bremerhaven-Lehe, realisiert.
Wenn Sie mehr über unser Unternehmen und die Produkte erfahren
wollen, besuchen Sie uns gern unter www.steigtechnik.de.
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